Textbroker: Preise, Erfahrungen und Alternativen im Überblick

NH

Nina Hartwig

5. Juni 2026 · 9 Min. Lesezeit

Textbroker: offenes Notizbuch mit Kugelschreiber

Textbroker ist für viele die erste Anlaufstelle, wenn sie Texte für Website, Blog oder Onlineshop einkaufen wollen. Die Plattform vermittelt seit Jahren Aufträge zwischen Kunden und freien Autoren und wirbt mit über 80.000 Kunden weltweit. Doch was kostet ein Text dort wirklich, wie gut ist die Qualität, und wann lohnt sich eine Alternative?

In diesem Überblick erfährst du, wie Textbroker funktioniert, welche Preise du einplanen solltest und wie du mit einem guten Briefing deutlich bessere Ergebnisse bekommst. Außerdem vergleichen wir die wichtigsten Alternativen und zeigen, worauf es im Zeitalter von KI-Texten ankommt.

Was ist Textbroker?

Textbroker ist ein Marktplatz für Auftragstexte. Betrieben wird die Plattform von der Sario Marketing GmbH mit Sitz in Mainz. Kunden geben Texte in Auftrag, freie Autoren schreiben sie, und die Plattform übernimmt Abrechnung, Qualitätseinstufung und Abwicklung.

Das Spektrum reicht von kurzen Produktbeschreibungen über Blogartikel bis zu Fachtexten und Übersetzungen. Für größere Projekte gibt es zusätzlich einen Managed Service, bei dem ein Projektteam Briefing, Autorenauswahl und Qualitätskontrolle übernimmt.

So funktioniert Textbroker: die drei Auftragsarten

Nach der kostenlosen Registrierung als Auftraggeber kannst du direkt bestellen. Du wählst eine Qualitätsstufe in Sternen und eine von drei Auftragsarten:

  • OpenOrder: Dein Auftrag wird öffentlich ausgeschrieben. Jeder Autor der gewählten Qualitätsstufe kann ihn annehmen. Das ist schnell und günstig, du weißt aber vorher nicht, wer schreibt.
  • DirectOrder: Du beauftragst gezielt einen bestimmten Autor, etwa nach einer guten ersten Erfahrung. Der Autor legt seinen Wortpreis selbst fest.
  • TeamOrder: Du stellst einen festen Pool an Autoren zusammen und bestimmst den Preis. Aufträge gehen nur an dieses Team. Das eignet sich für regelmäßige Texte mit einheitlichem Stil.

Vor der Freigabe kannst du jeden Text prüfen, Überarbeitungen anfordern und ihn in begründeten Fällen ablehnen. Diese Kontrollmöglichkeit ist einer der wichtigsten Vorteile gegenüber vielen Freelancer-Plattformen.

Textbroker Autor schreibt einen Auftragstext am Laptop
Bei Textbroker schreiben freie Autoren, die nach Qualitätsstufen eingeordnet sind. Foto: Unsplash

Was kostet ein Text bei Textbroker?

Die Preise richten sich bei der OpenOrder nach der Qualitätsstufe und werden pro Wort berechnet. Laut der aktuellen Preisliste von Textbroker gelten folgende Richtwerte:

  • 3 Sterne: 2,3 Cent pro Wort, solide Texte für einfache Themen
  • 4 Sterne: 3,2 Cent pro Wort, die am häufigsten gewählte Stufe
  • 5 Sterne: 9,0 Cent pro Wort, Texte von besonders erfahrenen Autoren

Bei DirectOrder und TeamOrder beginnen die Preise bei rund 3,4 bis 3,5 Cent pro Wort, nach oben bestimmen Autor oder Team den Preis. Hinzu kommt eine kleine Bearbeitungsgebühr pro Auftrag. Prüfe die genauen Konditionen vor der Bestellung direkt auf textbroker.de, da sich Preise ändern können.

Rechenbeispiel für einen Blogartikel

Ein Ratgeberartikel mit 1.500 Wörtern kostet bei 4 Sternen etwa 48 Euro, bei 5 Sternen etwa 135 Euro. Für einen ausführlichen Fachartikel mit 2.500 Wörtern auf 5-Sterne-Niveau landest du bei rund 225 Euro. Wie lang ein Artikel sein sollte, hängt vom Thema ab. Orientierung gibt unser Beitrag zur idealen Länge von Blogartikeln.

Was beim Autor ankommt

Die Plattform behält einen erheblichen Teil des Preises als Provision ein. Nach einer Aufstellung des Anbieters Blogtec aus dem Jahr 2023 erhielten Autoren auf 4-Sterne-Niveau 1,6 Cent pro Wort, also etwa die Hälfte. Das erklärt, warum viele Autoren auf Menge arbeiten und warum Top-Autoren oft lieber DirectOrders annehmen, bei denen sie ihren Preis selbst bestimmen.

Textbroker Erfahrungen: Stärken und Schwächen

Aus Kundensicht ergibt sich ein klares Bild. Die Plattform ist stark bei Menge und Geschwindigkeit, schwächer bei anspruchsvollen Fachthemen im unteren Preissegment.

Das spricht für Textbroker

  • Große Autorenbasis: Auch umfangreiche Aufträge werden schnell bearbeitet.
  • Planbare Kosten: Du kennst den Preis vor der Bestellung.
  • Kontrolle: Überarbeitung und Ablehnung sind vorgesehen.
  • Kein Verwaltungsaufwand: Verträge, Rechnungen und Auszahlung übernimmt die Plattform.

Das spricht dagegen

  • Schwankende Qualität bei OpenOrders, vor allem auf 3 Sternen
  • Kein direkter Kontakt zu den Autoren außerhalb der Plattform
  • Wenig Fachtiefe bei Spezialthemen, wenn der Preis niedrig angesetzt ist
  • Hoher Prüfaufwand auf deiner Seite, wenn das Briefing unklar ist

Schritt für Schritt: dein erster Auftrag bei Textbroker

Der Ablauf ist schnell erklärt. Diese Reihenfolge hat sich bewährt, wenn du die Plattform zum ersten Mal nutzt:

  1. Konto anlegen und Guthaben aufladen. Die Registrierung als Auftraggeber ist kostenlos. Aufträge werden aus einem Guthaben bezahlt, das du vorab einzahlst.
  2. Mit einem Testauftrag starten. Bestelle zuerst einen kurzen Text auf 4 Sternen, zum Beispiel 500 Wörter. So lernst du Ablauf und Qualität kennen, ohne viel zu riskieren.
  3. Briefing sorgfältig ausfüllen. Titel, Wortzahl, Keywords und Anweisungen landen direkt beim Autor. Je genauer du hier bist, desto weniger musst du später korrigieren.
  4. Bearbeitungszeit festlegen. Plane für einen längeren Artikel einige Tage ein. Kurze Fristen schrecken erfahrene Autoren eher ab.
  5. Text prüfen und bewerten. Lies den Text vollständig, prüfe Fakten und fordere bei Bedarf eine Überarbeitung an. Deine Bewertung hilft anderen Kunden und motiviert gute Autoren.
  6. Gute Autoren festhalten. Wenn ein Text überzeugt, nimm den Autor in deine Favoriten auf und arbeite künftig per DirectOrder oder TeamOrder mit ihm.

Für wiederkehrende Formate wie Produkt- oder Kategorietexte lohnt es sich, eine Briefing-Vorlage anzulegen. Das spart Zeit und sorgt für einheitliche Ergebnisse, auch wenn verschiedene Autoren schreiben.

So bekommst du bei Textbroker bessere Texte

Die Qualität eines Auftragstextes hängt weniger vom Preis ab als vom Briefing. Ein Autor, der dein Unternehmen nicht kennt, kann nur liefern, was du ihm vorgibst. Diese Angaben gehören in jeden Auftrag:

  1. Ziel des Textes: informieren, verkaufen oder Vertrauen aufbauen?
  2. Zielgruppe: Wer liest den Text, und was weiß diese Person schon?
  3. Hauptkeyword und verwandte Begriffe: natürlich eingebaut, ohne feste Keyword-Dichte
  4. Gliederung: die wichtigsten Zwischenüberschriften oder Fragen, die beantwortet werden sollen
  5. Tonalität: Du oder Sie, sachlich oder locker, mit einem Beispieltext
  6. Quellen und Fakten: eigene Zahlen, Produktdaten und Links, die genutzt werden sollen
  7. Tabus: Wettbewerber, Versprechen oder Formulierungen, die nicht vorkommen dürfen

Gib nach jedem Text kurzes, konkretes Feedback. Autoren, die gut zu dir passen, nimmst du in eine TeamOrder auf. So entsteht mit der Zeit ein kleiner Pool, der deinen Stil kennt. Wie du Inhalte strategisch planst, erfährst du in unserem Artikel über die Elemente strategischer SEO-Inhalte.

Textbroker und KI-Texte: worauf du achten musst

Seit KI-Tools jeden Text in Sekunden erzeugen, hat sich der Markt verändert. Auch die Mainzer Plattform bietet inzwischen KI-gestützte Leistungen und Beratung an. Für dich als Kunde stellen sich zwei Fragen: Wie viel KI steckt in einem bestellten Text, und spielt das für Google eine Rolle?

Google bewertet Inhalte nach ihrer Qualität, nicht nach der Art der Erstellung. Entscheidend ist laut den Google-Richtlinien für hilfreiche Inhalte, ob ein Text Menschen echten Mehrwert bietet. Massenhaft erzeugte, austauschbare Texte gelten dagegen als Spam, egal ob ein Mensch oder eine Maschine sie geschrieben hat.

Für die Praxis heißt das:

  • Lege im Briefing fest, ob und wie KI-Werkzeuge genutzt werden dürfen.
  • Prüfe Fakten, Zahlen und Quellen in jedem Text selbst.
  • Ergänze Erfahrung und eigene Daten, die nur du liefern kannst. Genau das unterscheidet deinen Artikel von tausend anderen.

Wie du Texte mit KI sinnvoll überarbeitest, zeigt unser Beitrag zur KI-Content-Optimierung.

Textbroker Alternativen: Schreibmaschine mit dem Satz Write something
Ob Plattform, Agentur oder freier Texter: Entscheidend ist, wer dein Thema wirklich versteht. Foto: Unsplash

Textbroker Alternativen im Vergleich

Die Mainzer Textbörse ist nicht die einzige Option. Je nach Budget, Thema und gewünschter Nähe zum Autor passen andere Modelle besser.

  • Content.de: sehr ähnlich aufgebaut, mit Qualitätsstufen und Auftragsarten. Kunden zahlen laut einem Vergleich von Content-Erfolg (Stand 2025) zwischen 1,6 und 8,3 Cent pro Wort.
  • Fiverr: internationale Freelancer-Plattform. Jeder Anbieter legt Preise und Pakete selbst fest, die Plattform behält rund 20 Prozent Provision. Die Auswahl ist riesig, die Qualität sehr unterschiedlich.
  • Texterjobboerse.de: eine Börse ohne Provision. Du schreibst Aufträge aus und vereinbarst alles direkt mit dem Texter. Das bedeutet mehr Aufwand, aber auch direkten Kontakt.
  • Content-Agenturen: Anbieter wie Blogtec übernehmen zusätzlich Keyword-Recherche und Redaktionsplanung. Ein SEO-Text mit 1.000 Wörtern kostete dort laut Anbieter zuletzt rund 115 Euro.
  • Freie Fachtexter: teurer pro Wort, dafür mit Branchenwissen, Interviews und eigener Recherche. Für Fachthemen und Vertrauensseiten oft die bessere Wahl.

Welche Lösung passt zu dir?

Für viele einfache Texte, etwa Produktbeschreibungen oder Kategorietexte, ist eine OpenOrder auf 4 Sternen eine effiziente Lösung. Für Ratgeber, die ranken und Vertrauen aufbauen sollen, lohnt sich eine DirectOrder mit einem erfahrenen Autor oder ein Fachtexter. Wenn dir intern die Zeit für Planung und Briefing fehlt, ist eine Agentur oft günstiger, als es der Wortpreis vermuten lässt.

Textbroker als Autor: lohnt sich das?

Für Autoren ist die Plattform ein einfacher Einstieg. Registrierung, Einstufung und Auszahlung laufen über die Plattform, Akquise entfällt. Die Kehrseite sind niedrige Wortpreise in den unteren Stufen. Wer dauerhaft gut bezahlt werden will, muss sich hocharbeiten und Stammkunden über DirectOrders und TeamOrders gewinnen.

Für erfahrene Texter ist die Plattform deshalb meist eine Ergänzung zum eigenen Kundenstamm, nicht die Haupteinnahmequelle.

Fazit: Textbroker lohnt sich mit klarem Briefing

Textbroker bleibt eine der bekanntesten Textbörsen im deutschsprachigen Raum. Die Plattform punktet mit Auswahl, Tempo und planbaren Kosten. Gute Ergebnisse bekommst du aber nur, wenn du selbst steuerst: mit einem präzisen Briefing, der passenden Qualitätsstufe und konsequentem Feedback.

Für Inhalte, die ranken und Vertrauen aufbauen sollen, reicht ein günstiger Text allein nicht mehr. Plane deshalb eigene Erfahrung, Daten und eine sorgfältige Prüfung fest ein, egal ob der Text von Textbroker, einer Agentur oder aus dem eigenen Team kommt. Wie Inhalte langfristig wirken, zeigt unser Leitfaden zum Content Marketing.

Häufige Fragen zu Textbroker

Was kostet ein Text bei Textbroker?

Laut Textbroker-Preisliste kostet eine OpenOrder auf 3 Sternen 2,3 Cent, auf 4 Sternen 3,2 Cent und auf 5 Sternen 9,0 Cent pro Wort. Dazu kommt eine kleine Bearbeitungsgebühr pro Auftrag.

Ist Textbroker seriös?

Ja. Textbroker wird von der Sario Marketing GmbH aus Mainz betrieben und vermittelt seit vielen Jahren Texte zwischen Kunden und Autoren. Die Qualität der Texte hängt aber stark von Qualitätsstufe und Briefing ab.

Welche Auftragsarten gibt es bei Textbroker?

Es gibt die OpenOrder für alle Autoren einer Qualitätsstufe, die DirectOrder an einen bestimmten Autor und die TeamOrder an einen selbst zusammengestellten Autorenpool. Für große Projekte gibt es einen Managed Service.

Wie viel verdient man als Autor bei Textbroker?

Autoren erhalten etwa die Hälfte des Kundenpreises. Laut einer Aufstellung von Blogtec aus dem Jahr 2023 waren es auf 4-Sterne-Niveau 1,6 Cent pro Wort. Bei DirectOrders legen Autoren ihren Preis selbst fest.

Welche Alternativen zu Textbroker gibt es?

Bekannte Alternativen sind Content.de, Fiverr, die Texterjobboerse, Content-Agenturen wie Blogtec und freie Fachtexter. Welche Lösung passt, hängt von Budget, Thema und gewünschter Nähe zum Autor ab.